Urologie der Frau – feine Balance im Alltag
Blasenprobleme und Beckenbodenschwäche betreffen viele Frauen – oft hormonell, alters- oder schwangerschaftsbedingt. Mit gezielter Therapie schaffen wir spürbare Entlastung und neue Lebensqualität.
Blase, Beckenboden, Wohlbefinden – Gesundheit, Kontrolle und Lebensqualität der Frau
Die Urologie der Frau befasst sich mit Erkrankungen und Funktionsstörungen der Harnorgane – insbesondere von Blase, Harnröhre und Beckenboden. Viele Frauen sind im Laufe ihres Lebens von Beschwerden wie Blasenentzündungen, Inkontinenz oder Blasenentleerungsstörungen betroffen.
Ziel der modernen urologischen Diagnostik ist es, die Ursachen individuell abzuklären und gezielt zu behandeln – mit schonenden, wirksamen und nachhaltigen Methoden zur Wiederherstellung von Gesundheit, Wohlbefinden und Lebensqualität.
Harninkontinenz & Blasenfunktionsstörungen
Inkontinenz ist kein Schicksal und keine Frage des Alters – sie ist ein medizinisches Problem mit vielen Therapieoptionen. Mit moderner Diagnostik und individuell abgestimmten Behandlungen helfen wir Ihnen, Sicherheit und Lebensfreude zurückzugewinnen. Sprechen Sie mit uns – vertraulich, offen und ohne Scham.
Inkontinenz ist kein Schicksal – sie ist behandelbar
Harninkontinenz ist ein Thema, über das kaum jemand offen spricht – und doch sind Millionen Menschen betroffen. Ob nach einer Geburt, im Alter oder durch eine andere Erkrankung: Harnverlust ist keine Schwäche, sondern ein medizinisches Problem, das sich heute sehr effektiv behandeln lässt.
In der Urologie Zofingen finden wir diskret heraus, was hinter Ihren Beschwerden steckt, und begleiten Sie auf dem Weg zurück zu Sicherheit und Lebensqualität.
Belastungsinkontinenz – Wenn körperliche Bewegung zum Problem wird
Bei der Belastungsinkontinenz verliert die Blase Urin bei körperlicher Anstrengung – etwa beim Husten, Lachen, Springen oder Heben. Ursache ist meist eine Schwäche des Beckenbodens oder der Harnröhrenschliessmuskulatur.
Symptome:
- Harnverlust bei Bewegung oder Druckanstieg
- Kein vorheriger Harndrang
- Häufig nach Schwangerschaft oder in den Wechseljahren
Therapie:
- Gezieltes Beckenbodentraining und Physiotherapie
- Pessartherapie als konservative Unterstützung
- Minimal-invasive Operation mit TVT-/TOT-Band
- Künstlicher Schliessmuskel bei schweren Fällen
Dranginkontinenz – Wenn der Harndrang zu stark ist
Die Dranginkontinenz entsteht durch eine überaktive Blase, die sich zu früh oder zu häufig zusammenzieht. Selbst bei kleinen Urinmengen entsteht plötzlich starker Harndrang.
Symptome:
- Plötzlicher, kaum kontrollierbarer Harndrang
- Häufiges Wasserlassen, auch nachts
- Harnverlust vor Erreichen der Toilette
Therapie:
- Blasentraining und Toilettenmanagement
- Medikamente zur Dämpfung der Blasenmuskulatur
- Botulinumtoxin-Injektionen in die Blase
- Neuromodulation zur Regulation der Blasensteuerung
Mischinkontinenz – Wenn zwei Ursachen zusammentreffen
Die Mischinkontinenz ist eine Kombination aus Belastungs- und Dranginkontinenz. Sie erfordert eine sorgfältige Diagnostik, um die Therapie individuell anzupassen.
Therapie:
- Kombination aus Beckenbodentraining und Blasentraining
- Medikamentöse Therapie und ggf. Operation
- Individueller Therapieplan je nach dominanter Komponente
Überlaufinkontinenz – Wenn die Blase überläuft
Wenn die Blase nicht vollständig entleert wird, kann sie sich überdehnen und Urin läuft unkontrolliert ab. Ursache ist meist eine Abflussbehinderung oder eine Funktionsstörung.
Symptome:
- Tropfenweiser Urinverlust ohne Harndrang
- Gefühl einer „vollen“ Blase trotz Harnverlust
- Häufige Harnwegsinfekte
Therapie:
- Behandlung der Abflussbehinderung (z. B. Prostata-OP)
- Intermittierende Katheterisierung oder Dauerkatheter
- Neuromodulation bei nervaler Ursache
Interstitielle Zystitis & Blasenschmerzsyndrom
Wenn Blasenbeschwerden über Wochen bestehen, der Urin aber frei von Bakterien ist, kann eine interstitielle Zystitis (IC) oder ein Blasenschmerzsyndrom vorliegen. Die Ursache ist komplex: Eine gestörte Blasenschleimhaut, Nervenüberreizung oder Autoimmunprozesse können beteiligt sein.
Symptome:
- Häufiger Harndrang bei kleinen Mengen
- Schmerzen im Unterbauch, die beim Wasserlassen nachlassen
- Keine Bakterien im Urin
Therapie:
- Blasenschleimhautaufbau (Instillationstherapie)
- Medikamente zur Beruhigung von Nerven und Blasenmuskulatur
- Physiotherapie und Entspannungstechniken
- Botulinumtoxin oder Neuromodulation bei schweren Fällen
Neurogene Blasenfunktionsstörungen – Wenn Nerven nicht richtig steuern
Erkrankungen des Nervensystems wie Multiple Sklerose, Parkinson oder Rückenmarksschäden können die Blasensteuerung beeinflussen. Die Folge sind unkontrollierbarer Harnverlust oder unvollständige Blasenentleerung.
Therapie:
- Medikamentöse Behandlung zur Regulierung der Blasenaktivität
- Selbstkatheterisierung oder Dauerkatheter
- Botulinumtoxin oder sakrale Neuromodulation
Kontakt und Termine für Ihre Untersuchung
Früherkennung rettet Leben
Moderne Diagnostik ermöglicht es, Prostata-, Hoden- oder Nierenkrebs frühzeitig zu erkennen – oft noch ohne Beschwerden. Eine rechtzeitige Diagnose verbessert die Heilungschancen und erlaubt schonendere Therapien. Besonders Männer mit familiärer Vorbelastung oder Symptomen sollten regelmässig zur Vorsorge – Ihr Urologe berät Sie kompetent.
Kontakt und Termine für Ihre Untersuchung
Wir freuen uns darauf, Sie in unserer Praxis begrüssen zu dürfen: Für Ihre Untersuchung bieten wir Ihnen verschiedene Möglichkeiten zur Terminvereinbarung: Unsere Online-Terminbuchung steht Ihnen rund um die Uhr zur Verfügung – einfach, schnell und jederzeit erreichbar. Alternativ können Sie uns auch gerne telefonisch kontaktieren:
Unser Fokus liegt auf der präzisen Behandlung urologischer Erkrankungen, etwa an Prostata, Blase und Niere, sowie auf Tumorchirurgie und der Wiederherstellung der Harnwegsfunktion.
Zweitmeinung
Zweitmeinung: ganzheitlich und individuell beraten: Wir nehmen uns Zeit, um Ihre Diagnose fundiert zu prüfen und gemeinsam den passenden Weg zu finden.
Fachgebiete und Leistungen
Männergesundheit
Erektionsstörungen, Libidoverlust, unerfüllter Kinderwunsch, Erkrankungen von Hoden und Penis
Da-Vinci-Operationstechnik - minimalinvasiv und schonend
Mit dem Da-Vinci-System operieren wir minimalinvasiv, hochpräzise und schonend – vor allem bei Tumoren von Prostata, Niere und Harnblase. Kleinere Schnitte bedeuten weniger Schmerzen und eine schnellere Genesung.
Spezialisten für Urologie – Mehr als 80 Jahre Erfahrung vereint
Dr. med. univ.
Pirmin Wolfsgruber
Facharzt für Urologie, Schwerpunkt operative Urologie
Praxisleiter / Inhaber Urologie Zofingen
Bietet das gesamte Spektrum der Diagnostik, Vorsorge und Nachsorge mit Schwerpunkt auf minimalinvasiven Eingriffen, insbesondere der Endo-Urologie und der Da-Vinci-Roboterchirurgie. Dabei stehen die individuellen Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten im Mittelpunkt.
Prof. Dr. med.
Stephen Wyler
Facharzt für Urologie, Schwerpunkt operative Urologie
Schwerpunkte seiner Tätigkeit sind die Diagnostik und Therapie urologischer Erkrankungen sowie minimalinvasive Operationstechniken, insbesondere Endo-Urologie, Mikrochirurgie und Da-Vinci-Roboterchirurgie bei Prostata-, Nieren- und Blasenkrebs sowie rekonstruktive Verfahren.
Dr. med.
Andreas Sauer
Facharzt für Urologie, Schwerpunkt operative Urologie
Er ist spezialisiert auf minimalinvasive Therapien an Blase, Prostata und Genitalien. Mit zusätzlichen Qualifikationen in Andrologie, Tumortherapie und Healthcare-Management entwickelt er individuelle Therapien und begleitet seine Patienten zuverlässig durch Behandlung und Nachsorge.
med. pract.
Andreas Wencker
Facharzt für Urologie
Die fachärztliche Ausbildung absolvierte er am Kantonsspital Aarau u. a. unter der Leitung von Prof. Dr. med. Stephen Wyler. Seit dem Facharzttitel im Jahr 2022 ist er als Oberarzt für Urologie sowohl am Kantonsspital Aarau als auch für die Urologie Zofingen AG tätig.